Sunday, August 27, 2006







Servus zusammen,

diesmal habe ich noch ein paar Bilder von unserer Wohnungsanlage, von meinem ersten Anzug von Schneider Ma und von einer 3D Vorstellung.
Die ersten 2 Bilder sind wiedereinmal von unserer Dachterrasse aus geschossen worden. Es gibt zwischendrin wirklich mal ein paar Abende, an denen man weiter als 100m gucken kann. Dann schnappt man sofort seine Kamera und trifft sich zum kollektiven "Ich kann es nicht glauben, dass man den Himmel sieht" - Fotografieren auf der Dachterrasse. Denn wenn man was sehen kann, ist es wirklich super. Wenn man dann schon mal oben auf dem Dach ist, kann man dies entweder gleich mit einem Feierabendbierchen verbinden oder man geht gediegen, wie man auf dem anderen Bild erkennen kann, in den Whirlpool. Hier kann man sich seine neue, eben für 1€ erstandene, DVD auf dem Flatscreen abspielen lassen und sich vom "Alltagsstress" erholen. Bis jetzt hab ich diese Möglichkeit allerdings noch nicht genutzt, denn der Pool hat ca. 30 Grad und wenn ich eines im Moment noch nicht gebrauchen kann, dann ist es zusätzliche Wärme. Ich denke aber, hierauf werde ich im Winter öfters zurückkommen.
Mit meinem ersten Anzug und den ersten Hemden von Schneider Ma war ich auch sehr zufrieden. Deshalb war ich gleich gestern Nachmittag wieder bei ihm und habe weitere 2 Anzüge und 4 Hemden in Auftrag gegeben, um meine Kollektion 2006 zu erweitern. Damit müßte ich dann aber jetzt auch eine Weile auskommen.

Ich hoffe, ich komme heute noch dazu den Bericht und die Bilder unseres Mauerbesuchs hochzuladen.

Viele Grüße
Gordon

Saturday, August 19, 2006







So, hier der nächste Bericht.

Diese Woche ging ziemlich schnell vorbei. Liegt wahrscheinlich daran, dass wir im Büro relativ viel zu tun haben. Ich arbeite eng mit einem SAP Consultant zusammen, von dem ich sehr viel lerne. Dieses Mal möchte ich euch ein paar Bilder von meinen Praktikantenkollegen und meinem Arbeitsplatz zeigen. Wie schon gesagt fährt uns täglich ein Shuttle Bus ins Büro. Auf der Fahrt, die ca. 40 min dauert (das Werk ist ziemlich am Rand von Beijing), wird entweder noch kurz der Rausch vom Vorabend ausgeschlafen oder schon Pläne für den Abend geschmiedet. Am Freitag wollten wir eigentlich abends Pekingente essen gehen, da wir allerdings über 10 Leute waren, haben wir in keinem der Beijing Duck Restaurants einen Tisch bekommen. Das werden wir dann wohl unter der Woche mal machen.

Wie oben zu sehen ist, wird unsere Appartementanlage gut überwacht. Von den Jungs springen hier jede Menge rum. Da fühlt man sich doch gleich sehr sicher. Obwohl Beijing an sich bisher einen ziemlich sicheren Eindruck auf mich macht.

Oben seht ihr dann noch mich an meinem Arbeitsplatz. Natürlich habe ich schon eines der Hemden von Schneider Ma an. Das Büro ist ganz neu und ähnelt denen, die ich schon von HP und Philips kenne. Das Büro wird gut runtergekühlt. Wenn man aus dem Fenster guckt, kann man sich zwar nie vorstellen, dass es draußen so undenkbar warm und schwül ist, aber wenn man dann nach Feierabend raus geht, ist es, als wenn man gegen eine Wand läuft.

So, jetzt könnt ihr auch mal sehen, wie ich jeden Morgen zur Arbeit komme und wie gemütlich mein Arbeitsplatz ist...

Gordon

Tuesday, August 15, 2006

Hallo, hier der Bericht, den ich eigentlich schon am Samstag hochladen wollte. Der nächste mit weiteren Bildern folgt am WE.



















Ni Hao

Es ist jetzt 22.48 Uhr. Nachdem wir gestern im Beijinger Nachtleben unterwegs waren und Morgenfrüh zum alten Sommerpalast fahren und anschließen eine traditionelle Teezeremonie bekommen, verbringe ich den heutigen Abend gemütlich in der Wohnung.
In meiner zweiten Woche in Beijing habe ich viele neue Dinge gesehen und erlebt. Wir kommen immer so gegen 18.30 Uhr aus dem Büro und gehen dann meistens noch was essen. Am Donnerstag war mein Mitbewohner Fabian zum Beispiel mit mir beim Thailänder. Wir haben uns mehrer Gerichte bestellt und in die Mitte vom Tisch gestellt. So kann jeder mit seinem Stäbchen von allem essen. Aber lasst euch eins gesagt haben: Wenn auf der Speisekarte neben vielen Chinesischen Zeichen noch 3 Chilischoten abgebildet sind, dann heißt das nicht, dass das Essen gut gewürzt ist, sondern dass es sauscharf ist! Mir standen zwar leicht die Tränen in den Augen, aber es war sehr lecker. Hier kann man aber auch zum Suppenkasper werden! Die Suppen hier sind riesig, echt lecker, schnell fertig und kosten ca. 20 Cent.
Am Donnerstag war ich auch nach der Arbeit mit Fabian bei Schneider Ma. Der steht mit dem Maßband über der Schulter zwischen zig Stoffballen in seinem Laden.
Ich habe mich also erstmal ran gemacht, die Stoffe für meinen ersten maßgeschneiderten Anzug und ein paar Hemden auszusuchen. Man sieht echt den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, so viel Stoffe stehen zur Auswahl. Nachdem ich mich entschieden hatte, hat mich Ma dann abgemessen. Dann musste ich noch einiges schwierige Entscheidungen treffen – wie z.B. wie viel Knöpfe, mit Umschlag oder ohne, wie viel Schlitze hinten am Sakko, Langarm- oder Kurzarmhemden, mit Brusttasche oder ohne. Am Sonntag kommt er dann mit den Sachen zur Anprobe zu uns in die Wohnung. Bin mal gespannt.
Nachdem es gestern etwas spät bzw. früh geworden ist, habe ich den Samstag ausgenutzt und erstmal bis 14 Uhr geschlafen. Dann habe ich mich mit dem Taxi in der Stadtmitte zur Verbotenen Stadt fahren lassen (Man muss sich daran gewöhnen, dass einige Taxifahrer so sehr nach Knoblauch stinken, dass einem schon die Augen anfangen zu tränen. Aber wahrscheinlich richt man selbe nicht besser). Ich bin dann allerdings nicht rein in die Verbotene Stadt, sonder ein paar Straßen weiter durch eine große Fußgängerzone geschlendert. Ich habe mich einfach von der Menge treiben lassen und die Chinesen beobachtet. Das gefällt mir besser, als sich bei der Hitze irgendwelche Gebäude anzugucken. Man sieht hier erwachsene Männer, die eine riesige Freude daran haben einen Drachen steigen zu lassen, Frauen, die sich im Teehaus frischen Tee abwiegen und verpacken lassen und Jugendliche, die einfach nur shoppen.
Das interessanteste, was ich bisher hier gesehen habe, hat sich dann aber in einer Querstraße abgespielt. Die ganze Straße ist voll mit kleinen Küchen, die alle erdenklichen Tiere an Spießen zubereiten. An bestimmt 50 Ständen konnte man hier alles kaufen, was man sich vorstellen kann. Von Octopus, kleinen Schlangen, und „normalem“ Fleisch, über Schnecken, Heuschrecken, Seepferdchen, kleinen Krokodilen und viele andere mir nicht bekannte Tiere.
Hier habe ich bestimmt eine Stunde damit verbracht dem Treiben zuzugucken. Ich hätte ich bestimmt den ein oder anderen Spieß probiert, allerdings habe ich das schon allein deswegen gelassen, weil die Spieße den ganzen Tag offen bei dieser Hitze rum liegen. Aber lecker gerochen haben einige Stände schon. Andere dafür überhaupt nicht!

Na ja, morgen geht’s zum alten Sommerpalast mit anschließender Teezeremonie und dann warten wir auf Schneider Ma.

Gordon

Wednesday, August 09, 2006

Servus,
heute mal weniger Text, dafür mehr Bilder. Ist wahrscheinlich auch interessanter ;-) Ich habe mal das Haus und wie Wohnung fotografiert, in der ich das nächste halbe Jahr residiere. Nachdem wir am Samstag gearbeitet haben, habe ich am Sonntag, den 06.08. meinen ersten Ausflug mit 2 Kollegen gemacht.



Der Blick von der Dachbar unseres Hauses (27. Stock). Daneben ein Bild vom Antiquitätenmarkt in unserer Straße.

Blick von unserem Dach. - There are 6 million bicycles in beijing...

Unsere Gartenanlage.

Wednesday, August 02, 2006

So, hier nun mein erster Bericht aus Beijing:

Nimen hao an alle.
An meinem ersten Tag habe ich gleich mal erleben dürfen, wie es hier abgehen kann.
Ich bin am Monat um 12.00 Uhr Ortszeit (+7 Std) auf dem Beijing International Airport gelandet. Wie ausgemacht wollte ich mich hier mit meinem Abholservice von der Firma treffen, der mich dann zu meinem Appartment fährt. So, dass war die Theorie. Realität war aber, dass es am Montagmorgen hier so stark geregnet hat, dass alle Straßen unter Wasser standen und nichts mehr ging. Also hat der nette Chinese, der sich auf den Weg gemacht hat um mich abzuholen, ganze 5 Stunden gebraucht um zum Flughafen zu kommen. Nach 5 Stunden warten kam er dann um 17.00 an und hat mich abgeholt. Wir haben dann noch mal ca. 2,5 Std. für 20km vom Flughafen zum Appartment gebraucht. Aber er konnte gut Englisch und hat mir schon einiges erklärt (Auf seinem Handy, das alle 5 Minuten klingelte, hatte er als Klingelton die Deutsche Nationalhymne...).
Im Appartment hab ich dann kurz eingecheckt und bin dann gleich mit ein paar anderen Praktikanten was essen gegangen.
In der Anlage hier wohnen derzeit 30 Praktikanten, die fast alle aus Deutschland kommen und für DaimlerChrysler arbeiten. 20 von ihnen arbeiten in einem Verwaltungsgebäude in der Innenstadt (HR, Marketing und Controlling). Ich bin mit 9 anderen am Stadtrand im Werk von BBDC (Beijing Benz DaimlerChrysler). Da wir hier nicht fahren dürfen, werden wir jeden Morgen und Abend von einem Fahrer ins Werk bzw. in die Wohnung gefahren. Das Autofahren ist hier ziemlich abendteuerlich (Siehe Bilder). Die fahren hier wie sie wollen. Da, wo eine Lücke ist, drückt man sich rein - natürlich nicht ohne zu hupen. Ab und zu steigt man dann auch als Taxifahrer einfach mal mitten auf der Straße aus.
Die Wohnungen sind ein Traum. Man wohnt immer zu zweit in einer und es fehlt einem eigentlich an nichts (Bilder folgen). In den nächsten Tagen und Wochen wird mich mein Mitbewohner und die anderen Praktikanten in die Stadt und Ihre DOs and DON´Ts einführen.

So weit erst mal für heute. Ach ja, Internet haben wir auch in der Wohnung, so dass also Email und Skype kein Problem sind.

Ich melde mich.

Gordon